Dienstag, 31. Mai 2011

Eine ganz besondere email...

von einer ganz besonderen Kundin hat mich bereits vor dem Hoffest erreicht. Und weil ich mich so sehr darüber gefreut habe, möchte ich sie euch nicht vorenthalten.
Tatjana ist schon seit langem ein sehr treuer Fan meiner genähten Sachen. Und nun ist sie bald Mama, trägt meine Umstandsmode und hat mir folgendes geschrieben:

Hallo liebe Claudia,

ich schicke Dir hier mal Bilder von mir in wunderschöner von Dir designter Umstandsmode. :-)

So schön bunt und fröhlich kann eine Schwangerschaft sein! Ich bin jetzt fast im 7 Monat und bin mir sicher das diese Lieblingsteile mich bis zum Ende begleiten weil ich sie gerne und oft tragen werde.

Danke das Du so tolle Sachen nähst.


Ihrem Mann hat sie dann noch kurzerhand die Kamera in die Hand gedrückt und diese Fotos für mich gemacht:


Ist das nicht toll? Und soll ich euch noch etwas sagen? Juchuuuh, es wird ein Mädchen! Eine kleine Prinzessin mehr, die von Belli betüddelt werden kann! Und den ersten Auftrag habe ich auch schon hier liegen. Aber das ist noch ein kleines Geheimnis, über das ich euch erst berichten werde, wenn es soweit ist.

Liebe Tatjana, vielen Dank für deine netten Worte. Ich bin immer wieder begeistert, dich in meinen Sachen zu sehen! Und wie du ja schon so treffend gesagt hast: So schön bunt kann schwanger sein!
Ich wünsche dir für die letzten Wochen der Schwangerschaft alles Gute und freue mich schon, wenn die kleine Maus das erste Mal im Atelier vorbeischaut.
Bis bald,

Montag, 30. Mai 2011

New York und das Wetter

So, die nächsten Fotos unserer Reise sind sortiert und ich werde euch heute einmal ein bisschen über unser *Schlecht-Wetter-Programm* erzählen.
Der tägliche Blick auf die Wettervorhersage von CNN gehörte schon am dritten Tag zu unserem festen Aufsteh-Ritual, da wir schnell gemerkt haben, dass das Wetter in New York oft sehr zügig wechseln kann. Von 25°C Sonnenbrandwetter zu Tornadotiefausläufern mit Starkregen, Hagel und Sturm sind es oft nur ein paar Stunden. Ich persönlich fand es etwas nervig, immer zu überlegen, ob nur die Jacke ausreicht, der Regenschirm noch mitgenommen werden sollte oder besser Sonnencreme angesagt war - oder eben alles auf einmal! Den New Yorker ansich scheint das aber nicht zu stören. Rein wettertechnisch ist er äußerst anpassungsfähig, und das innerhalb von Minuten! Ich habe mich immer gefragt, warum jeder New Yorker eine riesige Tasche mit sich herumschleppt, bis es dann so richtig zu regnen angefangen hat: Schwupps, ein Griff in die Marry-Poppins-Zaubertasche, und schon tragen alle ein Paar stylische Gummistiefel, um mit ihren Buisnessoutfits nicht knöcheltief im Wasser zu stehen (wir hatten natürlich keine Gummistiefel...!).


Ok, einmal nass geworden beschlossen wir, dass uns das nicht mehr passiert und haben für den nächsten Regentag einen Ausflug nach Chelsea, genauer gesagt zum Chelsea Market geplant. Der Chelsea Market ist eine kleine, aber besonders reizvolle Mall. In den alten Mauern einer Keksfabrik - hier wurde der original Oreo-Keks erfunden - findet man viele kleine, charmante Geschäfte, die zum Bummeln und Verweilen einladen und kann außerdem kann man bei Friedmans Lunch auch noch unheimlich gut Burger essen. Das Ambiente ist wirklich außergewöhnlich, der Industriecharakter des Fabrikgebäudes ist vollständig erhalten geblieben wird an vielen Stellen durch beleuchtete Details etc. besonders hervorgehoben. Also haben wir uns mit unseren Kameras bewaffnet und einen tollen Fotosafari-Nachmittag erlebt. Aber seht selbst:








Übrigens, gebacken wird hier im Chelsea Market immer noch: zwar nicht mehr der Oreo-Keks, dafür aber leckeres (richtiges!) Brot.


Schon allein für den himmlischen Duft hat sich der Besuch gelohnt! Hhmmmmm, lecker!

Dienstag, 24. Mai 2011

Hoffest auf Gut Heimendahl

Einmal im Jahr findet hier auf dem Gutshof an mehreren Tagen ein großes Hoffest statt. Und in der vergangenen Woche war es wieder soweit. Pünktlich zur Schafschurzeit wurde das gesamte Gutsgelände in einen riesigen "Jahrmarkt" verwandelt. Unzählige Kunsthandwerker hatten ihre Zelte entlang der Alleen aufgeschlagen, die Schafe warteten in ihren Verschlägen nur darauf, endlich ihre dicke Wolle loszuwerden. Überall duftete es nach Popcorn und leckerem Spießbraten...hmmm! Die kleine rote Bimmelbahn war viele Stunden im Einsatz, die Kinder vom Reiterhof begeisterten mehrfach mit ihrer tollen Quadrille. Luftballons, Kamelreiten, Modenschau, Musik und Tanz - das Hoffest lockt mit seinem außergewöhnlichen Charm immer viele tausend Besucher an. Und bevor der Ansturm so richtig losging, habe ich es früh am Morgen noch schnell geschafft, mich unter die Leute zu mischen und ein paar Impressionen für euch mit der Kamera einzufangen:










Es waren wieder einmal tolle Tage, ich habe viele neue liebe Kunden kennen gelernt, nette Gespräche geführt und weiß nun garnicht, wie ich mit all den Aufträgen beginnen soll, damit ich so schnell wie möglich fertig werde. An dieser Stelle einmal ganz herzlichen Dank an alle meine Kunden für ihr Lob und ihr Vertrauen!

Dienstag, 10. Mai 2011

Zuviel PINK für Belli!

Eigentlich hätte ich nie gedacht, dass es Dinge gibt, die für mich zu pink sind... bis zu unserem Shopping-Trip bei Macy´s.
Nachdem wir die erste Nacht eigentlich sehr gut geschlafen haben - zumindest bis 3.30 Uhr, denn dann waren wir hellwach und schlafen ging nicht mehr (wir hatten wohl vergessen, unsere innere Uhr auf Ortszeit NY umzustellen) - haben wir erst einmal den tollen Flatscreen im Hotelzimmer getestet (wer glaubt, unsere heimischen Privatsender würden viel Werbung zeigen, der irrt gewaltig!), ein kleines "Sehr-Früh-Stück" eingenommen und den Tag geplant. Und nachdem ich dann nach dem Aufstehen direkt am zweiten Morgen in New York mein Handy mit der dreimaligen falschen Eingabe der PIN-Nummer lahmgelegt habe und die Internet-Ecke im Hotel belegt war, so dass wir erst einmal keinerlei Kontakt zur Heimat aufnehmen konnten, beschlossen wir ein wenig genervt und mittlerweile schon wieder müde, die Kreditkarten glühen zu lassen und einen ausgiebigen Shopping-Tag einzulegen. Bei herrlichem Wetter legen wir also wieder einige Meilen zu Fuß zurück und können uns auf unserem Weg zu DEM New Yorker Kaufhaus garnicht entscheiden, in welche Geschäfte wir sofort gehen und welche noch bis zum nächsten Mal Shopping warten sollen... ihr könnt mir glauben: auf dem Weg zu Macy´s kommt man an viiiieeeelen tollen Shops vorbei! Und überall gibt´s so viiiieeele Dinge, die man eigentlich immer schon haben wollte! Doch wir reißen uns zusammen, denn man weiß ja nicht, was da noch kommt...
Bei Macy´s angekommen stürzen wir uns sofort in die - entschuldigt den Ausdruck - *einkaufsgeilen* Menschenmassen. Wer hier nicht dem Konsumrausch verfällt, der ist selber Schuld! Unzählige Quadratmeter Verkaufsfläche auf neun Etagen: hier gibt es alles, was das Herz begehrt... aber auch Dinge, die die Welt nicht braucht! Wir bummeln durch die Gänge, völlig erschlagen vom Angebot, und stehen plötzlich vor IHR - Macy´s Pink Corner. Und so etwas Gruseliges habe ich tatsächlich noch nie gesehen: hunderte Abendkleider, eins pinker als das andere, mit Pailetten, Rüschen, Tüddelütt... das kann doch niemand tragen! Ich möchte am liebsten schreiend davon rennen, bin aber wie gefesselt, als ich sehe, dass es tatsächlich Interessenten für diese Art von "Kleidung" gibt.


Nein, die können das nicht wirklich kaufen wollen, denke ich, aber kaum zu Ende gedacht, wandert ein pinkfarbener Alptraum in eine große Einkaufstüte an der Kasse. Ich habe plötzlich das Bild von Miss Piggy auf Ecstasy im Kopf... oder vielleicht ist das ja der neueste Trend und muss zu Hause meine Kollektion erweitern... nein, das reicht jetzt! Ich muss hier weg. Schnell noch ein Foto gemacht, damit man mir glaubt, dass es wirklich Dinge gibt, die für mich zu pink sind und dann bitte ganz schnell vergessen, was ich da gesehen habe. Ich gebe mich also wieder ganz und gar dem Konsumrausch hin und was meint ihr, was ich gekauft habe? Na klar, ein T-Shirt in PINK!

Sonntag, 8. Mai 2011

Bunt und auffällig ist nicht gut!

Zumindest dann nicht, wenn man an sehr motivierte Zollbeamte gerät... Doch der Reihe nach: Mit fast leeren Koffern (wir hatten uns ja fest vorgenommen, in New York ordentlich zu shoppen) und dem üblichen Handgepäck geht es nach Düsseldorf zum Flughafen. Und dort musste ich beim Check-In feststellen, dass zu bunt = zu auffällig ist - und das ist nicht gut! Da hatte ich mir doch diese traumhafte Fotobella für mein Kameraequipment genäht, und was soll ich sagen: Ich musste mitsamt der Tasche erst einmal zur Drogenkontrolle! Mein Mann, meine Fotobella und ich werden also von zwei äußerst wortkargen Zollbeamten zu einem kleinen Raum geleitet, in dem die Tasche dann einer intensiven Kontrolle unterzogen wird. Da man uns nicht aufgeklärt hat, was nun passiert, stehen wir ein bisschen dumm in der Gegend herum und Jörn raunzt mir zu: "Was machen die denn da?" Gott sei Dank, denke ich, da bin ich nicht die einzige Person, die gerade keinen Plan hat. Doch als der Zollbeamte dann von der Tasche mit einem kleinen Läppchen von innen und außen einen Abstrich nimmt, dämmert es mir so langsam. "Ich glaube, die suchen nach Drogen..." raunze ich zurück und kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Das entgeht auch dem zweiten Beamten, der uns "bewacht", nicht und er wirft mir einen mitleidigen Blick zu, der irgendwie so rüberkam: dummes, blondes Land-Ei fliegt nach New York; die wird keine zwei Tage überleben!
Den Gefallen tue ich dir nicht, du... du... ich denke das lieber nicht zu Ende, schnappe mir meine Tasche und wir dürfen endlich unsere Plätze im Flieger einnehmen.

Pünktlich um 13.10 Uhr heben wir ab und sind 7,5 Stunden später schon in New Jersey. Wieder Sicherheitskontrollen, langes Warten bei der Einreise. Aber dann haben wir es geschafft, der erste Stempel ist in meinem nagelneuen Reisepass und wir können mit dem bereits gebuchten Shuttleservice Richtung Manhattan zu unserem Hotel fahren. Wir sind total euphorisch! Das Hotel ist von außen super, wenn es das auch von innen hält, was es von außen verspricht, hätten wir es besser nicht treffen können. Schnell einchecken, Koffer auf unser Zimmer bringen und dann los!


Obwohl es in Deutschland nun schon mitten in der Nacht wäre, sind wir immer noch fit und beschließen, von unserem Hotel aus den Broadway in Richtung Brooklyn entlang zu laufen. Wir sammeln erste Eindrücke und unser Weg führt uns direkt an Macy´s vorbei. *The world´s largest store* steht einladend mit riesigen Lettern an der Fassade. Keine Frage, da müssen wir morgen hin! Aber für heute reicht es. Wir machen uns auf den Rückweg zum Hotel, besorgen uns im nächsten Supermarkt noch das Nötigste zu essen und genießen dann noch auf der Dachterrasse des Hotels den Ausblick auf Manhattan:


Die Lichter, die Farben - irgendwie unwirklich, aber atemberaubend. Schöner kann ein Tag nicht zu Ende gehen, oder?

Donnerstag, 5. Mai 2011

Auch die schönste Reise...

muss irgendwann einmal zu Ende gehen.


Und so sind wir wieder zu Hause, zurück aus New York. Die Koffer voll mit Einkäufen, die Füße "platt gelaufen", die Köpfe voller Erinnerungen. Es war unglaublich, beeindruckend, aufregend, anstrengend, ergreifend... Die Speicherkarten glühen noch und ich kann es kaum erwarten, euch meine persönlichen Highlights zu zeigen. Doch womit soll ich nur anfangen? Ich habe noch nicht einmal geschafft, alle Fotos anzusehen... 2000 Bilder... zu jedem Bild die Erinnerungen... zu jedem Ort eine kleine Geschichte...
Ich werde mich, meine Eindrücke und die Fotos (sowie Berge von schmutziger Wäsche - ja, so ist das eben nach dem Urlaub... hurra, der Alltag hat mich wieder!) sortieren und euch dann berichten.
Also dann, see you!